AFMB

A Forest Mighty Black

Einige Zeit ist vergangen, 17 Jahre um genau zu sein, seitdem Bernd Kunz, auch bekannt als AFMB, ein Album herausbrachte. Nach dessen Veröffentlichung im Jahre 1997 wurde A Forest Mighty Black’s „Mellowdramatic“ zu einem Trip-Hop Klassiker.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 20.02.2014

Zuvor veröffentlichte er bereits einige Maxis auf Compost Records, darunter auch die Compost 001: „Fresh In My Mind“. „Mellowdramatic“ beinhaltete Tracks wie „Rebirth“ oder „Everything“ und spiegelte Kunz’s Vorliebe für die melancholisch angehauchten Spielarten von Musik wieder.

In den darauffolgenden Jahren entfernte sich Kunz mehr und mehr von seinen Trip-Hop Wurzeln und zog von der Schwarzwald „Hauptstadt“ Freiburg nach Zürich, wo er wieder vermehrt in Kontakt mit House Musik kam (vor seinen Trip-Hop Zeiten war er ein enthusiastischer Anhänger von Acid-House und Garage). Nach einem zufälligen Treffen mit Drumpoet’s Label-Boss Alex Dallas und seinem Kumpel Alex Gustafson in Zürich’s bekanntem Club Zukunft, wurde den dreien schnell klar, dass sie dieselbe musikalische Vision hatten und so begannen sie, die tieferen Ebenen von House als „The Lost Men“ zu ergründen.

Ermutigt von der positiven Resonanz folgten Solo-Releases von Kunz als AFMB auf Drumpoet Community. Die 12“s „Backup Days“ und „In My Life“, letztere zusammen mit der Sängerin Geraldine Roth (die auch auf dem neuen Album zu hören ist), sind eine Liebeserklärung an den 90ies House, im Speziellen an das Label Underground Resistance.

Nach diesen clubbigen Maxi-Releases wuchs Kunz’s Interesse, wieder über den Dancefloor-Horizont hinaus zu schauen, ohne allerdings auf eines der Grundelemente von House zu verzichten, die „Four-To-The-Floor“ Bass Drum. Er begann, seine House-Erfahrungen mit seinem Trip-Hop Kosmos zu kreuzen und es wurde ihm bald klar, dass die Fusion dieser zwei Genres der Schlüssel zu der speziellen Stimmung war, die er erzeugen wollte.

„Suite For B-Boy“ ist eines der ersten Ergebnisse, welches auf dem Album zu finden ist: ein meditativer 120 bpm Tune mit einer AFMB-typischen, Larry Heard beeinflussten Piano Line, gefolgt von „A Tribute“, einem Track, der ohne Umschweife auch als Slow House bezeichnet werden kann. Aber auf der Platte sind auch einige Songs zu hören, die weit mehr an Trip-Hop erinnern, wie „Jade Knights, 2“, bei dem sich Kunz sehr ausgeprägt auf seine musikalische Vergangenheit zurückbesinnt.

Während er an diesen drei Tracks arbeitete, begann er allmählich zu realisieren, dass er damit den Grundstein für eine neue LP gesetzt hatte. Das Hauptaugenmerk während der dreijährigen Produktionszeit bestand für Kunz darin, alle möglichen Facetten dieses Genre-Clashs auszuloten und ein zeitloses Stück Musik ohne technischen Schnick-Schnack zu erschaffen, bei dem der Hörer auf eine musikalische Reise mitgenommen wird, die gleichermaßen spannend wie relaxed ist.

AFMB liefert auf seinem neuesten Drumpoet Release zwölf neue und unveröffentlichte Tracks und stellt unter Beweis, dass sein „Schwarzwälder“ Herz immer noch schlägt.
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