Black Stone Cherry

The Human Condition

Als die COVID-19-Pandemie über die Welt herein stürzte, hatten sich die vier Mitglieder von Black Stone Cherry tief in den Wäldern von Kentucky ins Studio zurück gezogen, um ihr 7. Studioalbum fertigzustellen.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 30.10.2020

Die täglichen Nachrichten mit den Schreckensmeldungen über den Virus zeigten schnell auf, wie unheimlich vorausschauend die Texte des neuen Albums waren. The Human Condition wurde kurz vor dem weltweiten Lockdown fertiggestellt und die darauf enthaltenen 13 Songs sind weitgehend emotional und hymnisch.

„Während der Aufnahmesessions spürten wir regelrecht die Angst vor dem Unbekannten – es war eine beängstigende Zeit“, erinnert sich Schlagzeuger John-Fred Young. „Jeder Song auf diesem Album erzählt eine Geschichte über die Erfahrungen die wir alle so machen – über unser Glück, unsere Anstrengungen und wie wir uns immer wieder neu anpassen müssen.“ Klanglich geht ‚The Human Condition‘ voll in die Eingeweide und ist zugleich ein Black Stone Cherry Album mit etlichen Hooks. Gitarrist und Sänger Ben Wells ergänzt: „Wir haben die Verstärker bis an den Anschlag aufgedreht, das Schlagzeug kickt dir ins Gesicht und wir haben ein paar schöne schwere Gitarrenriffs rausgehauen. Nach 19 Jahren und 7 Alben wollten wir beweisen, das wir es immer noch drauf haben. Dieses Album fühlt sich wie eine Wiedergeburt an.“

Seit den letzten zwei Jahrzehnten stehen Black Stone Cherry für eine neue Form des Southern Rock: fast schon beissende Sounds vermischen sich mit jugendlicher Leichtigkeit, früheren Einflüssen und der geliebten amerikanischen Rocktradition.
Seit ihrer Gründung 2001 in der US-Amerikanischen Kleinstadt Edmonton in Kentucky besteht diese Bruderschaft bis heute aus Chris Robertson (Gesang, Gitarre), Ben Wells (Gesang, Gitarre), John Lawhon (Bass, gesang) und John Fred Young (Schlagzeug). Obwohl sie keine Blutsverwandten sind, wuchsen die vier zusammen auf und tauchten gemeinsam tief in die Rock‘n‘Roll Kultur ein. Youngs Vater Richard und sein Onkel Fred sind Gründungsmitglieder der kultigen Country-Rock’n’Roots Band The Kentucky HeadHunters. Bereits als die vier noch die Highschool besuchten, perfektionierten sie ihr musikalisches Handwerk im Proberaum der HeadHunters, einem alten Bungalow aus den 1940er Jahren.

Die vier Musiker sind auf dem Weg ihr eigenes Vermächtnis aufzubauen. In den USA chartete ihr letztes Album Family Tree auf Platz 8 der Aktuellen Rock Album Charts und auf Platz 21 der Album Charts. In England konnten sie mit ihren letzten 3 Alben die Top 10 knacken und Family Tree erreichte in Deutschland den 11. Platz der Album Charts. Als Headliner spielte die Band bereits Arenen mit einer Kapazität von 12.000 Zuschauern und teilten sich die Bühne mit einer Vielzahl von Superstars wie Alter Bridge, Def Leppard, Nickelback, Bad Company, Mötorhead und ZZ Top. 2018 trat die Band beim englischen Download Festival vor 100.000 Leuten auf und rockten als Support für Guns’n’Roses die Hauptbühne des Festivals. Im gleichen Jahr waren Black Stone Cherry auch bei uns in Deutschland beim Rock Am Ring und Rock im Park zu sehen.

The Human Condition wurde im März 2020 in den Monocle Studios von Bassist Jon Lawhon aufgenommen und von der Band selbst produziert. Die Band brachte 4 Songs mit ins Studio, schrieben dort neue Songs und nahmen zusätzlich einige ihrer unveröffentlichten Favoriten auf. Die Produktion und Performance auf diesem Album gehören zu dem Besten was Black Stone Cherry je abgeliefert haben.
Zum ersten Mal entschied sich die Band dafür die Basics mehrspurig aufzunehmen, anstatt sie live einzuspielen. Jedes Band Mitglied mußte lange anstrengende Aufnahmesitzungen durchlaufen, um das kollektiv gewünschte Endresultat einer epischen Aufnahme zu erzielen. Das Ergebnis ist atemberaubend – die Grooves fühlen sich organisch an, die Riffs sind wuchtig und die Hooks strahlen durch jeden Songs.
Das Album startet mit den Textzeilen: „“People, people your attention please, I need to tell you about a new disease.” Diese Worte werden durch das maskuline Ringin‘ In My Head transportiert. Der Song wurde vor 4 Jahren komponiert, fängt aber die ganze Hysterie um den COVID-19-Ausbruch kraftvoll ein. Verstärkt wird das Drama mit einem fingerfertigem Gitarrensolo von Ben Wells. Bei Push Down and Turn nutzen BSC meisterhaft den Raum um eine vernichtende Metal-Dynamik zu erzeugen. Dieser mitreißende Song ist wirklich ein ‚human condition‘ Song, da er von psychischer Krankheit handelt, und dafür plädiert mutig zu sein und eine Behandlung in Anspruch zu nehmen, sollte man Probleme haben. „Ich leide an manischen Depressionen und habe starke Angstzustände. Mit diesem Song möchte ich vermitteln, das es in Ordnung ist, zu einem Arzt zu gehen und über diese Probleme zu sprechen. Es ist ist keine Schande und man wird deswegen auch nicht stigmatisiert“, teilt Vocalist/Guitarist Chris Robertson mit.

Abgerundet wird The Human Condition durch ein paar Südstaaten Gänsehaut Balladen. In Love With The Pain klingt wie eine nächtliche 38 Special Sehnsuchtsballade. Und bei If My Heart Had Wings schwingt die Genialität von Aerosmith aus den späten 1980er / frühen 1990er Jahren mit.
Ein weiterer Höhepunkt des Albums ist die raue Coverversion des E.L.O. Klassikers Don’t Bring Me Down. Hier passen die Hooks perfekt zu Black Stone Cherry’s unnachahmlichen Southern Rock. Das Album endet mit der Hymne Keep On Keepin‘ On, einem Song, der genauso erhebend ist, wie sein Titel verspricht.

„Wenn ich mir das Album nun anhöre, spüre ich all diese unterschiedlichen Emotionen“, sagt Jon Lawhon. „Wir haben als Teenager angefangen und besonders jetzt stelle ich fest wie das Leben so seinen Lauf genommen hat. Während all dieser Zeit ändern sich deine Vorlieben und auch deine Perspektive, aber eine Sache die sich nicht geändert hat, ist unsere Verbindung als Freunde.“ Chris bestätigt: „Dies ist eine Bruderschaft. Es ist erstaunlich, immer noch mit allen vier Gründungsmitgliedern zusammen zu sein, und trotzdem noch inspiriert zu werden. Auf 7 weitere Alben und weitere 19 Jahre!“
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