David Helbock Trio

Aural Colors

Seit 2010 sorgte der vielfach ausgezeichnete 30-jährige Pianist David Heldbock vor allem mit seinem nonkonformistischen Trio Random/Control international für Aufsehen. Dessen hochverdichteter Einsatz diverser Blech- und Holzblasinstrumente präsentiert(e) sich auf bislang zwei Alben und in vielen Konzerten als virtuos-gewitzte Ausnahme-Erscheinung. Auch Helbocks aktuelles Trio zeigt unkonventionelle und humorvolle Facetten.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 30.01.2015

Raphael Preuschl zupft nicht etwa Kontra- oder E-Bass, sondern eine Bass-Ukulele, entsprechend dynamisch, mitunter beinahe eruptiv spielt Herbert Pirker (*1981) sein Schlagzeug. In lyrischen Passagen ausgesprochen sensibel, in schnellen Momenten mit pointierter Energie und harten Beats, die sich fast schon Rock-Ästhetik nähern. Pirker arbeitet ebenso mit Jazzern (z. B. Louis Sclavis) wie mit Pop-Bands, beispielsweise der Münchener Rapperin Fiva alias Nina Sonnenberg. Sicher ist er kein leiser Drummer; seine kraftvollen Einsätze akzentuieren den bisweilen etwas struppigen Charme von Helbocks Stücken.
Bevor das Trio ins Berliner Traumton Studio ging, waren die Musiker rund um den Globus unterwegs. Sie gastierten in Mexiko und tourten durch Australien, spielten in Tschechien und Marokko, begeisterten in Kuala Lumpur, Addis Abeba und Wladiwostok. So wuchs das intuitive Verständnis, das ihnen während der Aufnahmen zugute kam. "Wir haben in einem Raum und ohne Kopfhörer gespielt, später weder Schnitte noch Overdubs gemacht", beschreibt Helbock die kreative und lebendige Atmosphäre im Studio. Der Spaß des Trios ist auch auf CD offenkundig, zumal Martin Offiks Produktion die Intensität des Moments einfängt und ein Gefühl unmittelbarer Nähe vermittelt.
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