Der Englische Garten

Die aufgeräumte Stadt

Auch auf ihrem zweiten Album begeben sich DER ENGLISCHE GARTEN aus München auf die Suche nach dem perfekten Popsong. Sie wandern durch Parks, Spelunken und an den Mauern von Gärten und Fabriken entlang.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 17.01.2014

Sie kommen an den Yachten des Jet-Sets vorbei, selber im Ruderboot sitzend, immer ein Auge auf den Silberstreif am Horizont.

Die Musik ist lebensbejahend, überschwänglich, euphorisch. Die Bläser lassen fanfarenartig die Sonne aufgehen. Die Gitarre spielt ein paar Surf-Licks dazu. Das Klavier schüttelt lässig kleine Soulperlen aus dem Ärmel. Auch ein blubbernder Synthie hie und da darf ni! cht fehlen. Schlagzeug und Bass drängen weiter, nach vorn, auf in die Zukunft!

DER ENGLISCHE GARTEN ist vor allen anderen Dingen auch eine Band, die gerne spielt, was sie produziert. Gemischt, exzellent gemischt wie man hinzufügen muss, wurde diese Pop-Landschaft übrigens von Oliver Zülch (Notwist, die Ärzte, Slut, Sportfreunde Stiller etc.).

Der Englische Landschaftsgarten ist ein weitläufiger Garten. Und während man ihn durchwandert, verändert er sich fortwährend. Blicke in die Ferne wechseln sich ab mit kleinen Kostbarkeiten am Wegesrand. Irgendwo dahinten soll sogar ein Eremit hausen, ein mittelloser Philosophie- oder Politologiestudent, der den Job angenommen hat um sein Studium zu finanzieren.

Die Texte fügen sich melodisch und rhythmisch perfekt in die Musik ein, doch der Blick geht durch die schöne Oberfläche hindurch, auf die Schornsteine, den Asphalt, die Schienen, Mühlen und Arbeitsagenturen dahinter. Wut schwingt darin genauso mit wie Freude und Sehnsucht. Passt da irgendetwas nicht ganz zusammen? Passt in unserer Welt nicht so einiges nicht ganz zusammen?

DER ENGLISCHE GARTEN versuchen nicht zu klingen wie Divine Comedy, Style Council, Prefab Sprout, Dexy’s Midnight Runners oder Roger Nichols & Small Circle of Friends. Und doch laufen sie einem auf der Suche nach Erfüllung durch Pop früher oder später über den Weg. Und die Liebe zu der Musik der genannten Bands lässt sich ohnehin nicht verheimlichen. Warum auch? Ein Pop-Künstler, der nicht zugleich auch Fan ist, verdient den Namen nicht!

Die gemeinsame Liebe zu Brian Wilson und anderen Spielarten der Popmusik und –kultur brachte 2004 Bernd Hartwich (Bass) und Axel Koch (Gesang, Gitarre) zusammen. Sechs weitere Freunde, mit denen die beiden zuvor schon bei den Merricks oder The Cakeheads/ C.L.A.R.K. aktiv waren, kamen hinzu. Seitdem begeistert das kleine Orchester DER ENGLISCHE GARTEN nicht nur Münchens Live-Publikum. Neben dem Debütalbum von 2010 wurden bereits zwei weitere Singles veröffentlicht. Die erste, „Eine Neue Welt“, ist bereits ausverkauft, vorwiegend nach Japan.
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