Empire in Dust

A Place to Rest

Abwechslungsreich, eingängig und mitunter kantig - so präsentiert sich die als Indie-Electropop bezeichnete Melange aus Elektronik, E-Bass und rockigen bis technoiden Beats. Die Vocals von Manuel und Alina erzählen von einst bedeutsamen Dingen - und von der Suche nach einem Platz zum Innehalten.

Empire in Dust
Passend zum Herbst - jenen Tagen zwischen der Hochstimmung des Sommers und der Stille des Winters - tauchen Empire in Dust den Hörer in ein spannungsreiches und angenehmes Wechselbad von Klängen und Emotionen: Viele der Songs auf A Place to Rest klingen zuversichtlich, gehen nach vorne. Doch hört man genauer hin, stimmen sie auch nachdenklich: In den vieldeutigen Lyrics geht es um das Streben nach Größerem, nach dem Guten und Perfekten - in ganz unterschiedlichen Situationen des Lebens. Doch es geht auch um das Scheitern daran und darum, herauszufinden, was am Ende zählt und was bleibt.

Wie die Musik auf A Place to Rest stecken auch viele Menschen voller Energie und wollen etwas bewegen. Doch mancher ist rastlos, folgt vergebens überhöhten Idealen und verliert sich darin. Die ursprünglichen Intentionen geraten in Vergessenheit. Und das Selbst? Ein Fremder. - Die Geschichten in den Songs wollen daran erinnern, sich immer wieder Zeit und Raum zu nehmen und dort das Leben für eine Weile in seinem wahren Tempo vergehen zu lassen.

Musikalisch wurde das Debüt der drei Berliner vor allem von Indie-Pop und -Rock beeinflusst. Der E-Bass bleibt dabei allerdings das einzige Zupfinstrument; warme Synthie-Sequenzen und -Flächen bestimmen das Klangbild. Stimmige Kompositionen treffen auf einen dichten Sound, der jedoch soweit aufgeraut wurde, dass die Musik auch langfristig interessant und somit im Ohr bleibt.
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