GITARRE & CELLO

Zwei

Seit ihrer Gründung 2012 stehen GITARRE & CELLO für zeitlos schöne Instrumentals abseits aller Klischees - virtuos, hochmusikalisch und fantasievoll. Ania und Matthias Strass schaffen Klangbilder von anrührender Romantik, über kontemplative Entspannung bis hin zu intensiver dramatischer Energie - Musik zum Staunen, Entspannen, Zuhören und Träumen.

GITARRE & CELLO
Kopffilmmusik“ nennen Ania und Matthias Strass ihre Musik und konnten mit ihrem Erfolgsdebüt „Reise nach Norden“ eine treue Fan-Gemeinde gewinnen - mit Musik die ohne Worte auskommt und doch unendlich viel mitzuteilen vermag. Denn das Duo entwickelte einen ganz eigenen Stil mit Akustikgitarre und Cello und fügt Folk, Weltmusik, Klassik, Rock, Pop und Jazz zu einem unverwechselbaren, stimmigen Gesamtbild.
„Mit der ersten CD haben wir versucht für uns eine musikalische Basis zu schaffen und einen eher puristischen Ansatz verfolgt. Wir wollten mit Gitarre und Cello in ihrer ureigensten Form einen Sound definieren“, erläutert Matthias die musikalische Entwicklung von GITARRE & CELLO. Mit ihrem neuen Album „Zwei“ schreiten die Beiden nun einen Schritt voran. „Diesmal haben wir etwas mehr experimentiert, Effekte und Percussion eingesetzt und auch instrumentale Klangcollagen entworfen.“
Bestes Beispiel dafür ist das zauberhafte „Dunkle Wolken/Mondnacht“, bei dem die beiden die klanglichen Möglichkeiten ihrer Instrumente ausloten und im Zusammenspiel von Slide Gitarre und Cello die meditative Stimmung einer Mondnacht spiegeln. „Die Idee war auszuprobieren, was wir noch mit unserer Besetzung klanglich anstellen können“, sagt Matthias. „Die Idee Slide-Gitarre und Cello zu arrangieren hat mich fasziniert und klang sofort vielversprechend. Für die Zukunft können wir uns noch mehr solcher Arrangements vorstellen.“
Bei „Fliegender Teppich“ entführen orientalische Skalen und treibende Taktwechsel zu einer Reise in 1001 Nacht. „Das ist natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint und wir hatten viel Spass bei der Arbeit daran. Aber darin steckt eben auch der tief verwurzelte Menschheitstraum fliegen zu können.“
Neben ihren Eigenkompositionen haben GITARRE & CELLO auch einige Stücke adaptiert und neu arrangiert. Wie bereits „Ghostwind“ auf „Reise nach Norden“ hat Matthias mit „Highland Wedding“ erneut ein Stück des einstigen Dixie Dreggs-Virtuosen und heutigen Deep Purple-Gitarristen Steve Morse aufgegriffen. „Steve ist ein Gitarrist der mich seit meiner Teenager-Zeit begleitet weil er scheinbar mühelos musikalische Grenzen überschreitet. Sowohl was Vielfältigkeit, als auch Spieltechnik betrifft. Auch ‚Highland Wedding‘ enthält Vieles was seine Musik ausmacht, keltische Melodien, clevere Harmonien und Virtuosität. Besonders die zweite Hälfte zu arrangieren und zu spielen war eine echte Herausforderung.“
Das macht verständlich, warum sich GITARRE & CELLO auch den irischen Traditionals „Minstrel Boy/Toss The Feathers“ angenommen haben, in den Neunzigerjahren bekannt gemacht von der Pop-Formation The Corrs. „Ich hatte ihre Debüt-CD entdeckt“, erinnert sich Matthias „und mochte sofort die Stimmung von ‚Minstrel Boy‘ und die Energie von ‚Toss The Feathers‘. Und wo im Original Schlagzeug-Legende Simon Phillips ein großartiges Solo spielt, entwickelten wir einen Jazz-Rock-inspirierten unisono Instrumentalteil.“
Mit diesem weit gesteckten musikalischen Horizont erscheint auch ein weiterer Ausflug in die Welt des Jazz logisch. So machten sich die Beiden an ein Arrangement von „Easy Money/Suffering” des polnischen Star-Pianisten Leszek Mozdzer und des norwegischen Bassisten Lars Danielsson, für das Matthias smoothe Vocings und Perkussion auf der Gitarre als Klangmittel einsetzt. „Ania hat die Beiden entdeckt und meinte ich solle sie mir unbedingt anhören. Ich fand die Songs, die wir jetzt ausgewählt haben, sehr spannend. Erstens erreicht mich ein Stück im 6/8 Takt (fast) immer und zweitens kann der schwebende und perlende Klavier-Sound von Mozdzer fast süchtig machen.“
Und nicht zuletzt haben GITARRE & CELLO mit dem melancholischen “Let It Go” ein Stück des deutschen Erfolgskomponisten Holger-Julian Copp („Like Ice In The Sunshine“) aufgegriffen. „Wir hatten uns vor Jahren durch einen Studio-Job kennen gelernt und sind seit dem in Verbindung geblieben. Irgendwann besuchte er eines unserer Konzerte und meinte er habe da ein Stück, dass wir uns anhören sollten. Ania war sofort begeistert. Obwohl es eigentlich für Panflöte geschrieben war!“
Auf ihrem neuen Album „Zwei“ laden die beiden also in eine musikalische Fantasiewelt wie Titel wie „Mondnacht“, „Zauberwald“ oder „Fliegender Teppich“ implizieren. „Wenn man Instrumentalmusik macht, hat der Hörer viel Interpretationsspielraum“, weiß Matthias. „Wir haben einige Stücke bereits bei Konzerten gespielt und sind immer wieder erstaunt, was die Leute zum Teil für sich darin entdeckt und assoziiert haben. Manchmal werden so Titel vorgeschlagen oder Ania, die sowieso gerne mit Bildern arbeitet, erfindet den ‚Zauberwald‘. Für sie ist das eine Kindheitserinnerung – ein Ort der Träume und Fantasie.
Ania Strass ist Absolventin der renommierten polnischen Musikhochschule und Universität Akademia Muzyczna im. Feliksa Nowowiejskiego, arbeitete bereits mit dem Warschauer Radiosinfonieorchester und spielte neben zahlreiche Theaterproduktionen mit Künstlern wie Carolin Fortenbacher & Alexander Klaws. Matthias Strass gehört zu den meistbeschäftigten Gitarristen im Bereich Theater & Musical, war musikalischer Leiter am Stadttheaters Krefeld/Mönchengladbach, hat Hörspiel und Filmmusik komponiert und war als Sideman für Stars wie Stefan Gwildis, Alexander Klaws und Mike Krüger unterwegs. Zudem ist er Lehrbeauftragter der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
Wie schon beim Debüt hat Matthias Strass alle Stücke komponiert oder arrangiert und schafft damit den künstlerischen Spagat mit klar konzipierter Notensprache wunderbare Musik für Herz und Seele zu schreiben. „Zuerst versuche ich die Musik exakt so zu setzen wie ich sie in meinem Kopf höre“, erklärt er, „aber ich finde es gut wenn sich aus diesem Grundgerüst die Stücke im Zusammenspiel mit Ania noch weiter entwickeln.“
Aufgenommen haben sie „Zwei“ in ihrem eigenen Hamburger Studio im Laufe des Jahres 2014 neben Konzerten, Sessions und Auftragsarbeiten. Auch Produktion und Mischen des Albums geschah in Eigenregie. Entsprechend stolz sind GITARRE & CELLO auf ihre zweite musikalische Reise, zum Staunen, Entspannen, Zuhören und Träumen. Und wer sich die Zeit gönnt sich darauf einzulassen, wird ihrem Fernweh unweigerlich erliegen.
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