Haudegen

Tränen

„Tränen“ ist die Seele von Haudegen. Das Album ist ruhig, melancholisch und balladesk. Haudegen haben ihren Tränen freien Lauf gelassen. Hagen und Sven sind zwei roughe Typen, aber sie sind auch zwei Freunde, die mit einfachen Worten berührende Geschichten erzählen können.

Was ist die Seele? Ist es die Gesamtheit unserer Gefühle oder unsere Psyche? Beides? Viel mehr als das? Man kann die Seele nicht sehen und nicht greifen. Aber sie ist ein Teil von uns. Die Seele von Haudegen kann man jetzt sogar hören. Denn das Album „Tränen“ ist die Seele der Haudegen-Anatomie – während „Blut“ der Kopf und „Schweiß“ das Herz sind.

Auf diesem Album stimmen Hagen und Sven sanfte, berührende Töne an: Sie singen über die Höhen und die Tiefen des Lebens. Über Trauer und Liebe, Glaube und Hoffnung. Die Inspiration dazu liefern meist ihre eigenen Biografien. „Und wenn nicht, dann ist es mindestens aus dem Leben eines Haudegens erzählt“, sagen sie. Die Produktion des Albums haben das Team Musicago, Thomas Remm und Frank „Zappa“ Kretschmer übernommen.

„'Tränen' ist melancholisch und vom Klang her sehr weich.“, sagt Sven Gillert und hält kurz inne. „Tränen sind ein Wunder der Natur und wir stehen einfach dahinter, wenn wir mal weinen müssen. Auch, wenn uns tausende Leute dabei zusehen. Tränen sind etwas so Menschliches, deswegen sind die Lieder auf dem Album auch total ehrlich geworden. Es kommt drauf an, wie du mit den Tränen umgehst. Wenn du dich schämst, dann funktioniert es nicht“, sagt Sven.

Im wahrsten Wortsinne haben sich Haudegen auf „Tränen“ alles von der Seele geschrieben, ihren Tränen freien Lauf gelassen. Zwei roughe Typen singen Balladen, die den Leuten ans Herz gehen: „Das Phänomen ist noch nicht erklärt“, sagt Hagen Stoll und lacht. „Aber diese Art von Musik gehört einfach auch zu unseren Stärken: Zwei Stimmen, ein Klavier“, unterstreicht er. „Wir nennen das im Studio immer den Haudegen-Moment: Seine Stimme, meine Stimme – da passiert irgendwas. Es ist vielleicht nicht ganz perfekt. Aber da denkste dir nur: Alter, ist das schön! Wie Magie!“

Wenn es nach Hagen und Sven geht, werden sie diesem Stil auch noch lange treu bleiben: „Als alte Männer wollen wir irgendwann mal im 'Udo-Jürgens-Style' auftreten – nur von einem Flügel und einem Streicherquartett begleitet, das wäre noch so'n Traum!“

„Tränen“ ist reduziert, minimalistisch und balladesk. Keine Dopplungen, keine erfundenen Refrains, die extra dick aufgetragen werden. „Nein, nur zwei Freunde, die euch mit einfachen Worten eine Geschichte singen“, erklärt Hagen, „wir können berühren und das wollen wir auch – und ihnen ein paar der Tränen zurückgeben, die sie mal vergossen haben.“
Aktuelle Releases mit Video