Hoff

Alien & Ewiglein

Zwei Herzen schlagen stolz in seiner Brust. So könnte man jedenfalls das künstlerische Sehnen von Dieter Hoff beschreiben, dessen zwei großen musikalischen Vorlieben Pop und Elektro sind. Diese beiden weiten Musik-Felder führt er nun auf höchst ungewöhnliche Art und Weise bei seinem Soloprojekt HOFF zusammen.

Hoff
„Rosa“, die vielleicht herausragende Nummer aus seinem neuen, für den 3. Februar geplanten Soloalbum „Alien & Ewiglein“, ist eine atmosphärisch dichte Hybride aus elektronischer Musik und chansonhaftem Pop.

„Rosa ist kaputtes Rot, eine Farbe aus Versehen, irgendwie halb tot.“ Mit leicht brüchiger, etwas aufgekratzter Stimme singt er diese merkwürdigen Zeilen eines Songs, den man in den frühen Morgenstunden einer langen Nacht verorten kann und der so etwas wie die Moritat für eine gescheiterte Liebe ist, Metapher auch für Menschen, die sich nicht richtig für eine Sache bekennen und entscheiden wollen.

Wenn HOFF Songtexte schreibt, dann versucht er abgegriffene Klischees zu vermeiden, sondern sucht nach neuen Bildern und Metaphern, hat eine sehr direkte, unmittelbare Alltagspoesie entwickelt. Nun darf sich HOFF, dessen Toningenieur ihn als männliches Pendant zu Hildegard Knef bezeichnete, durchaus Hoffnung machen, dass er mit seinen elektronischen Liederetüden, die anmuten wie ein deutsches Pendant zum Nouvelle Chanson, den Nerv eines großen Publikums trifft.
Aktuelle Releases mit Video