Hopscotch

Lebenszeichen

Wer bislang der Meinung war, dass international ausgerichtete Rockmusik ausschließlich mit englischen Texten funktioniert, kannte Hopscotch noch nicht. Ihre kraftvollen Songs sind laut, direkt und kompromisslos, ihre deutschen Texte vielsagend und wortgewaltig.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 25.11.2016

Auch für ihr neuestes Album Lebenszeichen gilt das notariell beglaubigte Motto des globalen Rock´n`Roll: Lass krachen! Denn Fehlzündungen oder Irrläufer kommen in der Vita der Darmstädter Band nicht vor, weder musikalisch noch inhaltlich. Mit breiter Brust, kühler Schnauze und heißem Herzen posaunen Hopscotch ihre Rock-Pamphlete in die Welt hinaus. Die Gitarren im Anschlag, Bass und Schlagzeug dynamisch auf den berühmten Punkt gespielt, befindet sich der Reibeisen-Gesang von Frontmann Markus im Epizentrum ihres Klangbebens. Ohne Zweifel: Für Lebenszeichen braucht man keine musikarchäologische Vorbildung oder einen Bachelor in Kunstgeschichte, es genügen zwei gesunde Ohren und der Spaß an wilden Partys.

Bereits seit mehr als zehn Jahren setzen Hopscotch auf eine Mischung aus Rock´n`Roll, Punk und Metal. Früher waren ihre Songs in Englisch verfasst (daher auch der englische Bandname), seit der 2015er Veröffentlichung Partyrausch singt man in Deutsch. „Im Grunde genommen hat sich dadurch bei Hopscotch nicht allzu viel geändert, nur dass wir uns in unserer Muttersprache natürlich noch besser artikulieren können“, sagt Gitarrist und Hauptkomponist Kai, der Lebenszeichen in den Kohlekeller Studios (u.a. Crematory, Powerwolf, Hämatom, Eskimo Callboy) produziert hat. Denn an ihrer stilistischen Ausrichtung hat die Band seit der sprachlichen Umstellung bewusst festgehalten. Das was die Presse einst so zutreffend als „Rampensau-Show, die sich gewaschen hat“ bezeichnete, riecht auch anno 2016 weder nach Kernseife noch nach billigem Deo-Spray, sondern schwitzt pures Männer-Adrenalin aus.

Bereits beim Album-Opener ´Abfahrt` locken Hopscotch ihre Fans auf die richtige Fährte. Auf der gleichzeitig punkigen und melodischen Abgehnummer geht es vom ersten Ton an sofort voll auf die Zwölf. Markus: „Das sind Hopscotch 2016!“ Mit ´Revolution` präsentieren die Musiker den Metal-mäßigsten Song ihres neuen Albums, während bei ´Leuchtturm` klassische Punkelemente im Stil von Social Distortion auf modernen Deutschpunk treffen. Im direkten Kontrast dazu glänzt die Nummer ´Wiedersehen` mit feinem Country/Folk-Feeling und Blues-Harp, die Lagerfeuerstimmung aufkommen lassen und für den untypischsten Song der Scheibe sorgen. Erwähnt werden sollte auch ´Fremder Freund`, zu dem Hopscotch einen Videoclip gedreht haben und der sich textlich um Annäherung bzw. erneutes Kennenlernen dreht. Gitarrist Basti: „Man kennt das: Lange Zeit hat man sich aus den Augen verloren. Man war sich nah, doch beim Wiedersehen fühlt man sich fremd.“ Nicht minder eindringlich: der temporeiche Rocker ´Leuchtturm` über sich verändernde Zeiten, raue Sitten und eine Zeit, als die Weisheit auch schon mal mit dem Rohrstock eingeprügelt wurde und es galt, sich durchzubeißen. Schlagzeuger Chiir weiß genau: „Nicht jeder hat in seiner Jugend die Hilfestellung bekommen, die er gebraucht hätte.“

Hilfestellungen brauchen Hopscotch für Lebenszeichen wohl kaum, lediglich ein offenes Ohr und die Neugier auf Rockmusik mit deutschen Texten. Aber diese Neugier ist angesichts der neuen Scheibe ja sowieso garantiert.
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