King of the Bees

The Night Is Still Young

Zehn Jahre arbeitete der Basler Marco Naef, der unter dem Pseudonym The Night Is Still Young (TNISY) auftritt, an seinem Debütalbum «King of the Bees».

Album Cover

Erscheinungsdatum: 23.03.2018

In dieser Zeit spielte Marco bei den Bands Navel, Don’t Kill The Beast, Tranqualizer und David Max and the Sons of the Void, veröffentlichte eine EP als TNISY und musste einige private und berufliche Hürden meistern, die ihn bisweilen nah an einen Zusammenbruch brachten. Er beschreibt dies als einen Bienenschwarm in seinem Kopf, den es zu besänftigen und beherrschen gilt – ein König der Bienen, durch Selbstakzeptanz gekrönt.

Im Winter 2015/16 hatten sich rund 50 Stücke angestaut und mit ihnen die Entscheidung, nun endlich diesen Traum von einer Platte zu verwirklichen oder ihn für immer zu begraben. Zum Glück entschied sich Marco Naef für ersteres und arbeitete sich Stück für Stück voran: Produzierte Songs, arbeitete Arrangements aus, fand passende erstklassige Mitstreiter und nahm die neun besten Stücke schliesslich unter der Leitung von Alain Meyer (Anna Aaron, Laurin Buser, etc.) auf – ein Album als Selbsttherapie sozusagen.

Entstanden ist ein differenziertes, vielschichtiges Werk, dessen Entstehungsgeschichte ziemlich prägnant im Titelsong zusammengefasst wird: «I want to [...] overcome the pain I have caused myself in all these years and claim my honey from the bees.» Die neun Songs pendeln zwischen Art-Rock-Entrückung und Wild-West-Romantik («Assassin»), zwischen italienischen Filmmusik Retro-Soundtrack («Walking the Wall») und wunderschön mit Gitarre und Chor (Anna Aaron und Nadia Leonti) in Szene gesetzten Balladen («A Ghost Is Watching Over Me»). Und mit «Fai» und «Swans» hat TNISY gleich zwei wichtige Einflüsse in Songtiteln verewigt.

Konstant sind hierbei Marcos Texte, die stets mit Bedacht und Umsicht kleine Episoden aus den zehn Jahren erzählen. Wer die Musse hat, zehn Jahre an einem Album zu werkeln, der muss ein geduldiger Perfektionist sein und so ist es nicht verwunderlich, dass auch das fertige Album ein kleines Kunstwerk ist, in dem unzählige Stunden Arbeit und Liebe zum Detail stecken: Handgefertigtes Artwork der Künstlerin Alexandra Kaufmann, besondere Druckverfahren einer kleinen Schwarzwälder Druckerei auf ausgewähltem Papier, sowie eine 180 Gramm Platte, machen dieses Gatefold-Album zu einer Ode an die Einzigartigkeit.
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