Klaus Florian Vogt

Favorites

Spätestens seit seinem sensationellen Bayreuth-Auftritt 2011 als "Lohengrin" gilt Klaus Florian Vogt als der vielleicht beste Wagner-Sänger unserer Zeit. Dabei feiert der 2012 mit einem ECHO-Klassik als "Sänger des Jahres" ausgezeichnete Tenor schon längst auch in Opern von Beethoven, Strauss und Puccini weltweit Triumphe.

Klaus Florian Vogt
Auf seiner dritten CD für Sony Classical präsentiert sich Vogt jetzt von einer überraschenden Seite. Denn mit "Favorites" präsentiert er sich als Musical- und Operetten-Sänger. Damit kehrt Vogt zu seinen musikalischen Wurzeln zurück, die nicht ausschließlich in der Oper liegen, sondern eben vor allem in Musical und Operette. So hat Klaus Florian Vogt für "Favorites" auch eine berühmte Melodie aus Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical "Phantom der Oper" aufgenommen, das der ausgebildete Hornist zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn oft mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg gespielt hat. Die ersten Operettenlieder sang der gebürtige Holsteiner dann während seines Gesangsstudiums in Lübeck, da sein Lehrer großen Wert auf die stimmlich anspruchsvolle Operette legte. "Sie verlangt eine große stimmliche Bandbreite und Flexibilität, und die Textverständlichkeit und die Gestaltung sind sehr wichtig", so Vogt. "Das hat mich in gewisser Weise auch auf die Musik Wagners gut vorbereitet."

Für sein Album "Favorites" hat Klaus Florian Vogt nun seine Lieblingsmelodien aus bekannten Musicals und Operetten ausgewählt. Dazu gehören Lieder wie "Dein ist mein ganzes Herz" aus Franz Lehárs "Das Land des Lächelns" genauso wie Songs aus Claude-Michel Schönbergs "Les Misérables". Und neben den Evergreens "Somewhere" und "Maria" aus Leonard Bernsteins "West Side Story" hat Vogt auch einen Song aus dem Musical "Chess" eingesungen, das aus der Feder der beiden ABBA-Gründer Benny Andersson und Bjørn Ulvaeus stammt.

Begleitet wird Vogt von dem Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Gerrit Prießnitz.
Zu den weiteren Highlights auf "Favorites" gehören Lieder aus der Zeit der "Silbernen Operettenära“, die nach dem 1. Weltkrieg von Franz Lehár ("Der Zarewitsch", 1927), Emmerich Kálmán ("Gräfin Mariza", 1924) und Robert Stolz ("Im Prater blüh’n wieder die Bäume") geprägt wurde. Und auch ihre Lieder empfindet Klaus Florian Vogt als technisch höchst anspruchsvoll, da "sie bisweilen vom Tonumfang her größer als manche Oper sind".
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