Melt Trio

Hymnolia

Zwei Jahre ist es her, da verblüffte das Berliner Trio Meyer-Baumgärtner-Meyer mit ihrem Debut-Album "Melt". Die Brüder Peter und Bernhard Meyer an Gitarren und Bass sowie Drummer Moritz Baumgärtner erfanden einen Sound, der sich kühn und doch voller Demut nicht nur über alle gängigen Vorstellungen von Jazz-Improvisation, Alternative Rock, Ambient und in Klang übersetzte Naturerfahrung hinwegsetzte, sondern selbst alle bekannten Synthesen, Avantgardismen und Überlappungen übertraf.

Melt Trio
Im freien Flug begaben sich die drei Berliner aus den bekannten Galaxien in einen neuen Klangquadranten, der ohne jeden Exhibitionismus auskam. Das im Jazz so grenzenlos überbewertete Solo sucht man hier vergebens. Bei Meyer-Baumgärtner-Meyer ging es um Dichtegrade, Aggregatzustände und Stimmungen. Gerade die gruppendienliche Zurückhaltung der drei individuellen Könner machte den besonderen Charme des Trios aus. Im Vergleich zur eleganten und dynamischen Musik des Trios klang sein Logo Meyer-Baumgärtner-Meyer zugegeben sperrig. Und da der Albumtitel "Melt" die Programmatik des Trios kongenial beschreibt, wurde aus Meyer-Baumgärtner-Meyer kurzerhand das Melt Trio.
So oder so, das Melt Trio ist und bleibt ein Gitarrentrio, das ohne jeden Vergleich auskommt. Melt ist weder Nirvana auf Jazz noch Bill Frisell Trio in Rock und auch nicht Massacre in Ambient. Melt ist Melt, einzigartig, individuell, packend und ergreifend, die Schwingen ausbreitend wie ein Albatros und aus weiter Ferne so nah zu uns herüber rufend.
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