Michael Wendler

Flucht nach vorn

Michael Wendler meldet sich im Hochsommer mit seinem ersten Studioalbum zurück, das komplett in seiner neuen Wahlheimat USA entstanden ist. Zu 100% von ihm selbst geschrieben, hat „Der Wendler“ seinen angestammten Produzenten Hermann Niesig eigens in die USA einfliegen lassen, um die LP zu einem durch und durch persönlichen „Gefühlsalbum“ zu machen, wie er selbst sagt.

Michael Wendler
Abgerundet wird das 14 brandneue Titel vereinende „Flucht nach vorn“-Album durch ein exklusives Hitmix sowie eine extrem tanzbare Discofox-Version der ersten Single „Gut, dass Männer nie weinen“.

Nach wie vor in seiner Muttersprache eingesungen – schließlich sollen seine treuen Fans jedes Wort verstehen, jede Emotion mitfühlen –, präsentiert Michael Wendler in der Tat das womöglich persönlichste Werk seiner Ausnahmekarriere, wenn er sämtliche Höhen und Tiefen der vergangenen 12 Monate und natürlich auch immer wieder die Liebe besingt: „... völlig verrückt und das Beste, was es gibt“ – so schmeckt dieses Gefühl auf dem emotionalen und doch tanzbaren Eröffnungssong „Wir war’n, wir sind, wir bleiben“, mit dem er sein neues Hitfeuerwerk einläutet. Gleich im Anschluss gibt’s die schon im Vorfeld veröffentlichte Single „Gut, dass Männer nie weinen“, die zunächst an die Coolness der Achtziger anknüpft, um dann in einen massi! ven, schimmernden Refrain aufzubrechen. Sehr viel leichter und ausgelassener dagegen das „im Herztakt“ treibende „Diese Nacht“, das schon nach wenigen Takten dafür sorgt, dass „die Stadt vibriert/der Club pulsiert“.

„Wer zurückblickt, hat verloren“, heißt es denn auch auf dem zuversichtlichen Titelsong „Flucht nach vorn“, woraufhin der Hit-Garant mal auf ruhigere Klänge („Immer noch“), auf Gitarren und seine ganze (charmante) Stimmgewalt („Voll schön“) oder auch auf epische Gänsehautproduktionen („Lass mich los“) setzt. Mal entschuldigt er sich über zeitgenössischen Poparrangements („Bis zum letzten Atemzug“), dann sehnt er eine „Flaschenpost“ über Klaviermelodien herbei – und fragt: „weißt du, wie weh das tut?“

Nachdem er mit „Wer, wie, was, warum“ oder auch „Küsse aus Beton“ ganz zum Schluss noch mal auf massiven Schwung setzt und die Elemente Pop, Schlager, Discofox und Dance dabei immer neu zusammenbringt, schickt er mit „Mein Engel macht jetzt Urlaub“ gleich noch einen Hitkandidaten hinterher und tut dann das, was man bei diesem Hitfeuerwerk unweigerlich muss: „Ich drücke auf Repeat“. Abgerundet mit dem exklusiven Fox-Mix von „Gut, dass Männer nie weinen“ und einem massiven Hitmix, ist „Flucht nach vorn“ nicht nur das persönlichste Album in der Karriere des Ausnahme-Sängers, sondern auch das ansteckendste und facettenreichste.

Heute mitsamt Familie im sonnigen Cape Coral beheimatet, braucht Michael Wendler hierzulande kaum noch vorstellende Worte – schließlich hat der Eurodance-Schlager-Neudenker aus Dinslaken wahnsinnig viel bewegt in den letzten zwei Jahrzehnten. Schon Ende der Neunziger produzierte er erste eigene Songs, um wenig später mit „So wie der Wind sich dreht“ richtig durchzustarten: Bereits 2001 trat er beim „ZDF Fernsehgarten“ auf, ab 2005 mussten seine gefeierten Shows in die König-Pilsener Arena Oberhausen verlegt werden, die er seither regelmäßig ausverkaufen sollte. Und schon vor 10 Jahren hatte er so viele Hits gelandet, dass sein erstes Best-Of erschien – ein Album, das ihm nicht nur Gold, sondern schließlich auch Platin bescheren sollte.

Von „Der Wendler Clan“ bis zur „WOK WM“, vom „Musikantenstadl“ bis „Ich bin ein Star holt mich hier raus“, von „Promi Big Brother“ bis „Let’s Dance“ – Wendler hat immer wieder seine Fans begeistert, weshalb der Autor von bis dato 16 Studioalben (!) insgesamt 7x Gold und 1x Platin in Empfang nehmen konnte und neben gleich zwei ECHO-Nominierungen auch bei der „Krone der Volksmusik“ abräumte. Vergangenes Jahr dann winkte er seinen Fans bei „Goodbye Deutschland – die Auswanderer“ – und zog nach Florida, um dort an jene Standing Ovations anzuknüpfen, die er schon Jahre zuvor im Hofbräuhaus in Las Vegas ausgelöst hatte.

Während seine „Nina“ oder auch „Sie liebt den DJ“ inzwischen Kultstatus erlangt haben, geht „Der Wendler“ mit dieser „Flucht nach vorn“ den nächsten Schritt, wenn er noch mehr auf Autobiografisches setzt und die Art von authentischem Discofox präsentiert, „die einfach entsteht, weil man das Bedürfnis hat, diese Songs zum Leben zu erwecken“, wie er bereits in einem Interview kommentierte.
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