Monster Truck

Sittin' Heavy

Der Bandname ist Programm - und Monster Truck versprechen nicht zu viel! Seit der Veröffentlichung ihres Erstlingswerks "Furiosity" vor zwei Jahren hat die kanadische Stadt Hamilton, Ontario, einen festen Platz auf der Landkarte des Rock'n'Roll inne.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 19.02.2016

Mit ihrer außergewöhnlichen Mischung aus Groove, Sludge, Stoner- und Vintage Rock hat sich das Quartett nicht nur eine weltweite Fanbasis erspielt, sondern genießt auch einen ausgezeichneten Ruf bei den ganz Großen der Musikwelt.

Sie supporteten Guns'n' Roses, Slash, Alice In Chains, ZZ Top, Buckcherry, Rival Sons und Vista Chino und standen bereits bei internationalen Topfestivals wie dem Download und dem Hammerfest auf der Bühne.

"Furiosity" wurde bei den kanadischen Juno Awards als Rockalbum des Jahres nominiert und ebnete dem Quartett den Weg in den internationalen Musikmarkt. Mit "Sittin' Heavy" erscheint nun der lang erwartete, fulminante Nachfolger, der Pommesgabeln in die Höhe und lange Haare zum Headbangen in die Tiefe schnellen lässt.

Das Album ist ein prächtiges Hardrock-Statement, auf dem sich der Sound der Vier hörbar weiterentwickelt hat. Mit jedem Monat auf Tour wuchs die Band als Gemeinschaft weiter zusammen und da sie über ihren eigenen Tellerrand blicken und dazulernen wollten, verfeinerten sie auch ihre Spielfertigkeit.

"Als wir mit "Furiosity" auf Tour gingen, hatten wir das Glück, mit einer Menge großer Headliner spielen zu dürfen.", erklärt Gitarrist Jeremy Widerman. "Als wir beispielsweise für Slash eröffneten, bemerkten wir, wie exakt er sein Wah Pedal bediente. Das wollten wir auch in unsere eigenen Songs integrieren. Ein anderes Mal bewunderten wir Alice In Chains, die gesanglich so perfekt harmonieren. Da wurde uns klar, dass wir in diesem Bereich noch stark an uns arbeiten mussten, also taten wir es. Es gibt so viele Kleinigkeiten zu beachten, die Dich so viel besser machen können."

Keine Sorge, Monster Truck haben sich keiner Generalüberholung unterzogen, sie klingen genauso, wie ihr Name verspricht. Sie sind noch immer unbezähmbar und nehmen mit ihrer kraftvollen Musik jedes Thema in Angriff. Selbst die alltäglichen Widrigkeiten, mit denen wir jeden Tag zu kämpfen haben, wandeln sie in etwas Positives um.

Die erste Single "Don't Tell Me How To Live", die in den USA und Kanada bereits erhältlich ist, hat nicht nur Ohrwurmcharakter, sondern gleicht auch einem Schlachtruf. Ausgerechnet die Freundin von Bassist und Sänger Jon Harvey inspirierte die Band zu diesem Titel. "Sie machte mir eine Szene, weil ich jeden Tag Gitarre spielte. Ich antwortete ihr ‚Hey, das ist mein Job, schreib mir nicht vor, wie ich mein Leben zu leben habe.' Der Song handelt davon, unabhängig zu sein und sich nicht darum zu scheren, was andere über Dich denken oder von Dir erwarten. Sei einfach nur ehrlich zu Dir selbst."

Ein weiterer Meilenstein des Albums ist der Song "Why Are You Not Rocking?", der den bedeutsamen Vers "Rock'n'Roll Might Save Your Life" enthält. "Dieses Stück haben wir für all diejenigen geschrieben, die zu unseren Konzerten kommen und dann nur in ihr Handy starren.", erklärt Harvey. "Einmal eröffneten wir für Alice In Chains und direkt vor der Bühne stand ein Haufen Leute, die sich unterhielten oder auf ihrem Telefon herumdrückten. Warum haben sie dafür überhaupt ihre Wohnung verlassen? Warum hatten sie nicht einfach eine gute Zeit mit uns?"

Müsste Harvey das Thema des Albums mit nur wenigen Worten beschreiben, wäre es die unerschütterliche Weigerung, sich selbst aufzugeben. Das bereits erwähnte "Don't Tell Me How To Live" ist dabei selbsterklärend, genauso wie "For The People". "Rock'n'Roll sollte eine Feier sein.", glaubt er. "Wir versuchen, das so gut wie wir können umzusetzen. Man sollte alles im Leben feiern."

Zu dem vielleicht etwas ungewöhnlich wirkenden Titel der Platte gibt es ebenfalls eine Andekdote. Während sie sich Backstage im Cateringbereich des Bonnaroo Music & Arts Festival in Tennessee aufhielten, hielt sich Schlagzeuger Steve Kiely schadlos an das All You Can-Eat Buffet. Anschließend stöhnte er "Oh, that's sittin' heavy". "Eigentlich muss man dabei gewesen sein, um den Witz dahinter zu verstehen, doch ich fand, dass es ein großartiger Albumtitel wäre.", lacht Widerman. "Dem stimmten alle zu - was bei uns sowieso ungewöhnlich ist. Doch wir mochten den Titel auch, weil es sich einfach gut anhörte."

Und in der Tat präsentieren Monster Truck ein musikalisches All You Can Eat-Buffet, dass dem Zuhörer das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt: dick aufgetragene Riffs und ein treibender Rhythmus serviert mit leckeren, leicht summbaren Refrains.

Hier werden mitnichten einfach nur Riffs aneinandergereiht. "Wir haben auch ruhigere Tracks geschrieben.", führt Widerman weiter aus. "Damit wollten wir dem Ganzen mehr Farbe geben und ihr werdet auch bei zukünftigen Alben mehr davon zu hören bekommen. Wir haben Leute in der Band, die wirklich gut singen können, es wäre dumm, das nicht zu zeigen."
Einer dieser ruhigeren Momente in der Mitte des Albums ist "Black Forest": donnerartiger Sound, die dynamische Orgel von Brandon Bliss und der emotionale Gesang von John Harvey. Es ist wie "Enjoy The Time" ein großartiger Song, der mit dem Appell endet, im Moment zu leben und jeden Augenblick zu genießen.

"Das ist eines unserer Wesentlichen Themen, das wir oft ansprechen.", nickt Harvey. "Wir geben nicht auf, also lasst Euch auch nicht unterkriegen. Ich bin kein Priester, aber es ist wirklich wichtig, sich diese Botschaft einzuprägen."

Wie schon bei Furiosity haben Monster Truck erneut mit ihrem Resonanzkörper und Studioguru Eric Ratz zusammengearbeitet. Der zweifache Juno Award-Gewinner produzierte unter anderem Alben für Billy Talent, Three Days Grace und Cancer Beats und wird durch seine Mischpultzauberei auf "Sittin' Heavy" mit Sicherheit als das neue Studioschwergewicht gehandelt werden.
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