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Imitation Of Life

ET gehören zur Gruppe der am schlechtesten googlebaren Bands der Welt. „Entweder kommen uns Haustiere, Plastikverpackungen oder die Pet Shop Boys dazwischen.“

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Das meinen Andre Abshagen und Monika Martin, die Gründer der Berliner Elektro-Pop Formation und lachen, „dabei haben wir an den futuristisch designten Computer „Commodore Pet“ gedacht, als wir 2004 angefangen haben.” Der Bandname ist auch ein Hommage an die revolutionären Sounds der ersten Computerspiele wie „Space Invaders“ und „Pac-Man“, die den frühen PET-Sound beeinflusst haben.

Mit ihren Alben „Player One Ready“ (2004) und „Rewind The Sofa Lady“ (2006) sorgten PET vor allem in der britischen Musikszene für Aufsehen: Mehrere Singles schafften es auf die Playlists von BBC1, BBC 6Music und XFM, zwei Radiosessions im Londoner XFM-Studio wurden mit der Band aufgenommen, und kein geringerer als der legendäre John Peel eröffnete mit der Single „No Yes No“ eine seiner letzten Shows. Das für den Song aufwändig gedrehte Video von Stuart Gosling war für den begehrten britischen Music Vision Award nominiert (neben Goldfrapp, Kylie und Pink) und - last but not least - erwies der britische Songwriter Fink der Band auf seinem hochgelobten Album „Distance And Time“ die Ehre, indem er den PET-Song „Cloud Nine (Get Your Share)“ coverte. Zu den prominenten Fans gehört auch das deutsche Duo 2raumwohnung, das bei PET einen Remix für ihr Stück „Wolken ziehen vorbei“ in Auftrag gab.

Nun setzen Andre Abshagen und Monika Martin ihre Reise durch die Weiten des Pop-Universums mit „Imitation of Life“, dem dritten Studioalbum, fort. Begleitet werden sie von Dodo NKishi, Eric Voss, Stefania Vacca und Neuzugang Julie Miess. Die Grundausrichtung bleibt klar: Songs im Geist von Roxy Music, Blondie, XTC und The Buzzcocks, immer mit einem Hauch Glamour und Sophistication sowie der Energie und Subversion von Punk. Dazu mischen sich auf dem neuen Album hypnotische Krautrock-Anklänge, psychedelische Gitarren und Elektro-Sounds zu einem wilden und betörenden Ganzen. „Imitation of Life“ wurde komplett im neuen Berliner PET-Studio unter der Regie von Andre Abshagen produziert. „Wir haben diesmal mehr akustische Elemente eingebaut, ohne dabei die PET-typischen Synths und E-Gitarren zu vergessen. Obwohl die Arrangements komplex sind, klingt das Ergebis einfach und leicht“, sagt Andre.

Einen hypnotischen Sog zum Dancefloor entwickelt die Single „Talk To You“ mit ihren mächtigen Beats. Der Song erzählt von nachtschwarzer Schlaflosigkeit und einem drohenden Geständnis. Im dazugehörigen Video setzt Regisseur Marc Helfers diese Spannung in silbrig-glitzernden Bildern kongenial um. Der hochenergetische Eröffnungstrack „Thinking Of You“ berichtet von übertriebener Liebes-Fokussierung, radikalen Imagewechseln und den daraus resultierenden Identitätskrisen. „Grey“ variiert das Thema Identität in pastelligem Harmoniegesang und zeigt, dass auch Farben mit Persönlichkeits-Problemen zu kämpfen haben. Der titelgebende Schlusssong „Imitation Of Life“ ist eine elegische Hymne ans Weitermachen, ob allein oder mit den richtigen Menschen zur Seite.

Andre Abshagen (Gitarren, Vocs & Synths) schreibt und produziert den Großteil der PET-Songs. Der Multiinstrumentalist arbeitet außerdem als Komponist für Film, Hörspiel und Werbung und gründete in den 90ern die Pop-Art Formation Dauerfisch. Seit 2011 betreibt er mit Neun Volt Records sein eigenes Plattenlabel. “Mit Studio und Label haben wir das für uns ideale Umfeld geschaffen, um unabhängig und ohne Druck arbeiten zu können. Das dauert dann zwar länger und geht auf eigenes Risiko, gibt uns aber auch alle Freiheiten,” erklärt Andre diesen Schritt. Monika Martin (Keys & Vocs) trat als 10-Jährige das erste Mal mit der Gitarre vor Publikum auf. Neben PET schrieb die TV-Journalistin und Musikerin unter anderem Musik für Arthouse-Horrorfilmer Jörg Buttgereit. Dodo NKishi (Drums, Sound FX & Vocs) ist seit dem ersten PET-Album dabei und präsentiert sich auf dem neuen Werk auch als herausragender dritter Lead-Sänger. Darüber hinaus ist er sowohl im Studio wie auch auf der Bühne langjähriger Bestandteil der Elektronik-Gruppe Mouse On Mars und ist in zahlreiche andere internationale Projekte involviert. Stefania Vacca (Bass & Percussions) sang im Mädchenchor ihrer sardischen Heimatstadt Cagliari, entdeckte als Jugendliche Punk und Reggae und leitet in Mailand ihr eigenes Modelabel. Eric Voss (Percussions & Drums) war unter anderem Drummer beim Berliner DJ- und Produzenten-Team Le Hammond Inferno, arbeitete für das legendäre Label Bungalow und brachte John Cale beim Squash ins Schwitzen. Julie Miess (Bass & Keys) liebt Horrorfilme und Motörhead. Sie spielte Bass bei deutschen Indie-Größen wie Britta und Jens Friebe und führt mit Half Girl ihre eigene All-Star-Girl-Band an.
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