Sarah Jane Scott

Ich schau dir in die Augen

Die amerikanische Sängerin Sarah Jane Scott hat den deutschen Schlager für sich entdeckt und geht nun mit ihrer Single „Hallo Hallo“, sowie dem Album „Ich schau dir in die Augen“ an den Start.

Sarah Jane Scott
Seit Herbst 2010 lebt Sarah Jane in Berlin – der Liebe wegen. Vier Jahre lang hatte sie zuvor am Berklee College of Music in Boston studiert, und dann – nur eine Woche vor dem Bachelor-Abschluss – einen Mit-Studenten aus Deutschland kennengelernt: den Sohn des ehemaligen Trio-Frontmanns Stephan Remmler („Da da da“), Cecil Remmler. Es funkt sofort zwischen den beiden. Große Gefühle. Kurz entschlossen folgt sie ihm nach Europa. Volles Risiko.

Fortuna lässt sie nicht im Stich: Eines Tages tritt Sarah Jane in privatem Rahmen bei einer Geburtstagsfeier auf. Sie begleitet sich selbst auf einer Ukulele. Das ist ihr Instrument, seit sie sich in frühen Jahren eine Gitarre zu Weihnachten gewünscht hatte, aber eben eine Ukulele bekam – ihre Hände waren damals noch zu klein für die Gitarre. Später hätte sie umsatteln können. Wollte sie aber nicht.

Zurück zu besagter Party. Sarah Jane interpretiert also auf ihre ganz eigene Art eine Handvoll Schlager und begeistert damit die Gäste. Unter ihnen ist Stephan Remmler. Er erkennt augenblicklich, dass die Freundin seines Sohnes eine ganz spezielle Künstlerin ist. Von ihrem Riesentalent überzeugt, bietet er sich an, für sie Lieder zu schreiben und wird ihr Produzent. Das ist drei Jahre her.

Noch fremd in Berlin, hatte Sarah Jane sich als Erstes darangemacht, Deutsch zu lernen. Im Chor ihrer Highschool in Pennsylvania sind zwar auch einmal Lieder von Brahms und Beethoven auf dem Lehrplan gewesen. „Ich habe damals allerdings kein Wort verstanden“, gesteht sie. „Mehr als alle Grammatik und jedes Vokabeltraining im Sprachkurs haben mir als Musikerin deutsche Schlagertexte beim Lernen geholfen“, erinnert sie sich an die ersten Monate in der neuen Heimat.

Inzwischen spricht sie gut Deutsch, nur ein kleiner Akzent ist geblieben. Dass ihre Aussprache kein Nachteil ist, sondern für deutsche Ohren besonders charmant klingt, war ihr jedoch erst klar geworden, als sie im Internet zufällig auf die alten Schlager-Raketen ihrer Landsmännin Connie Francis getroffen ist, die hierzulande einst mit Titeln wie „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ (1960) oder „Schöner fremder Mann“ (1961) Nummer-Eins-Hits landen konnte. Ein Aha-Effekt. Nun traut sich auch Sarah Jane.

„Wir wollten keinen Schnellschuss, sondern haben uns ganz bewusst Zeit gelassen mit den Songs. Unsere Zusammenarbeit war einfach nur toll, Schlager passen perfekt zu mir“, schwärmt die Sängerin, die schon als Kleinkind im Hobby-Studio ihres Vaters erste Lieder aufnahm. Mit der unbekümmerten Leichtigkeit der Texte, die ihr Entdecker ihr auf den Leib geschneidert hat, kann sie sich voll identifizieren.

Sie singt über die Liebe, ihre eigene blüht, und in Szenekreisen wird die Amerikanerin mit der positiven Ausstrahlung bereits als neuer Star am deutschen Schlagerhimmel gehandelt. „Meine Träume werden gerade wahr“, freut sie sich – und strahlt.

Das Leben schreibt manchmal die besten Geschichten.
Quelle: SMA/ Ariola
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