Simon McBride

The Fighter

Das Album „The Fighter“, ein beseeltes, großartiges Rockalbum, auf dem sich McBride in jeglicher Disziplin als on top of the game beweist.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 27.05.2022

„The Fighter“, das ist zeitloser und gleichermaßen moderner Rock, die Verwurzelung ganz klar im Blues, den Blick stets auf große, mitreißende Hooks gerichtet. „The Fighter“ ist die Summe von Simon McBrides Einflüssen und seiner Erfahrungen on the road.
Eine sich aufbäumende Geräuschkulisse eröffnet „Don’t Dare“, treibt die Spannung nach oben. Kurz darauf setzt McBride zum dissonant-stampfenden Blues-Rock im treibenden Mid-Tempo an. Ein großes Riff bäumt sich auf, brennt sich sofort in die Gehörgänge ein. Es soll bei weitem nicht das Einzige bleiben. McBride zeigt sich schnell als Meister der Hooklines — von den Gesangslinien bis hin zu den tragenden Riffs und zierenden Licks ist alles ungemein eingängig und (auch die Gitarrenlinien!) mitsingbar.

Auch Songs wie das großartige „Show Me How To Love“, der straighte Rocker „Kingdoms“ oder das hochenergetische „High Stakes“ zeigen das: Bei McBride geht’s um die Songs, die Seele. Wenn der begnadete Gitarrist zum Solo auf der Sechssaitigen ansetzt, ist das mitreißend und beeindruckend, aber nie mittel zum Selbstzweck. Hier ist jemand am Werk, der nicht nur sein Instrument gemeistert hat — sondern auch weiß, wie man Stücke mit Substanz schreibt ... und diese auch singt: Denn McBrides raue Stimme ist die eines Geschichtenerzählers. Einer, der eine Menge gesehen hat — und das Album nicht umsonst „The Fighter“ genannt hat. Hier geht es autobiografisch zur Sache, hier erzählt einer vom Leben on the road, von Träumen, Chancen und Kämpfen. „We can do it, but it just takes time“, singt er in „Just Takes Time“, schon wieder so einem Highlight der Platte.

Es geht aber auch schon mal ruhiger zur Sache — bei „Don’t Let Me Go“ eröffnen McBrides Stimme und Gitarre das Geschehen. Die Art, wie er hier die Akkorde des Stücks zerlegt, deren Substanz delikat umspielt, erinnert an Jimi Hendrix. Auch „Trouble“ erinnert gitarristisch an die Gitarrenlegende, schlägt musikalisch aber eine noch eingängigere Richtung ein. Ganz am Ende schickt uns McBride mit einem letzten getriebenen Blues-Song raus auf die Straße. „The Fighter“ ist ein großes, beeindruckendes und vielschichtiges Album — der Blues- und Rocktradition geschuldet, aber nie anachronistisch, dabei stets modern, aber nie auf Trends schielend.
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