The Black Sheep

Politics

Vier Frauen. Viel Power. Volle Sympathie. Wo sie sind, hinterlassen sie mit ihrem Können mehr als einen bleibenden Eindruck. The Black Sheep - um die zwei Schwestern Jo und Charly - haben bereits in der Schulzeit Feuer gefangen und seitdem nichts an Bühnenerfahrung ausgelassen.

The Black Sheep
Nebensächlichkeiten wie das Abitur wurden schnell zwischen zwei Shows erledigt.

Wichtige Schritte auf dem Weg zum Erfolg waren ihr Debüt-Album "Not Part Of The Deal" bei Roadrunner Records; Auftritte wie im Rockpalast des WDR-Fernsehens und Tourneen mit Sunrise Avenue, All-American-Rejects, Social Distortion oder In Extremo; sowie 2010 die eigene "Crystal Ceiling Tour". Dazwischen Festivalauftritte noch und nöcher, ob in Deutschland, Italien oder den größten chinesischen Musikmessen in Shanghai und Peking.

Der zweite Longplayer "Politics" macht eingängig und extravagant deutlich - wirklich guter Pop-Rock kommt nicht zwangsweise aus Schweden und auch vor männlicher Konkurrenz brauchen sie sich wirklich nicht zu scheuen...

Nebenbei sind sie eingespannt in zahlreiche andere Musik-Projekte, aber das Herzblut gilt voll und ganz dem neuen Album, welches im Frühjahr 2014 bei Intono Records das Licht erblickt. Ihre musikalischen Ausflüge mit anderen Projekten in völlig andere Genres - so zum Beispiel Frontsängerin Charly, die erst kürzlich als Gastmusikerin mit Peter Maffay auf Tour ging – sorgen dabei für abwechslungsreiche Sounds und unterschiedlichste Emotionen, ohne den roten Faden zu verlieren. "Politics" setzt genau da an, wo das facettenreiche Debut-Album aufgehört hat und legt noch eine ordentliche Schippe oben drauf!

The Black Sheep nahmen ihre elf emotionsgeladenen Songs im fantastischen Level3-Studio in Essen mit Dominic Paraskevopoulos auf, welcher schon zahlreiche Bands der härteren Gangart wie Caliban oder Kreator produzierte, und so auch mit Gitarristin Johanna eine Gitarren-Wand erzeugen konnte, die zu keiner Zeit aufgesetzt wirkt. Songs wie "Leaders Of The World" oder "Do Or Die“ kommen mit der gewohnten Sound-Wucht, wie die des Rock-Krachers "You can´t push me" vom Vorgänger-Album daher - gewürzt mit erwachsenerer Vielschichtigkeit der Arrangements und werden den detailverliebten Zuhörer zu genüge beanspruchen. Auf der anderen Seite kann man bei der intimen Akustik-Ballade "Fireless" eine Stecknadel fallen hören. Aber auch der einzige Coversong des Albums "Motorcycle Emptiness" aus dem Jahre 1992 von den Manic Street Preachers fügt sich hervorragend in das Gesamtbild jener Band, welche zu jener Zeit teilweise noch aus der Flasche getrunken hat. Aber vor allem der Song "Politics“, dem das Album seinen Namen verdankt, strotzt mit seinem akustisch angehauchten Gewand und einem imposanten Streicher-Arrangement vor Emotionalität und positiver Melancholie.

Warum also weiter Worte darüber verlieren? Wer es hört, kommt nicht umher die neue Scheibe in den Händen halten zu wollen. Wer es verpasst, ist selber schuld!
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