Threepwood ´N Strings

The Kingdom of yours

Die junge Band Threepwood ´N Strings aus dem Ruhrgebiet bringt mit "The Kingdom of Yours" ihr Debütalbum unter Chris Kramers Label "BTM-Music" auf den Markt. Mit ihrer Instrumentierung erinnern sie zwar stark an das Genre Irish Folk, jedoch sehen sich die vier Musiker mit Ihrem Stil eher im modernen Indie-Folk.

Threepwood ´N Strings
Ihre Lieder handeln von Liebe, Freundschaft und Familie. Obwohl die Instrumentierung sich hier eigentlich abseits vom Mainstream bewegt, kreieren die vier Musiker sehr eingehende und radiotaugliche Songs.

Geboten wird ein individueller, sehr rhytmischer und dynamischer Sound mit akustischen Instrumenten, wie Geige, Mandoline und Westerngitarren und mehrstimmigem Gesang.

Das Album beginnt mit dem Song "Shoreditch", der direkt zum Schunkeln einlädt. Von Anfang an wird man vom eingängigen Mandolinen-Rhythmus ins Genre "Folk" hineingezogen. Dieser Song ist im londoner Stadtteil "Shoreditch" entstanden.

Im zweiten Song "In the Ground" geht es dann schon in Richtung Uptempo. Nicht nur Geigerin Eva Kempa zeigt hier, dass sie ihr Handwerk versteht. Auch Chris Kramer taucht hier als Feature mit seiner Mundharmonika auf und bringt ordentlich Schwung und Countryfeeling in dieses Lied. Dass die ersten beiden Songs auf diesem Album radiotauglich sind, bewies bereits WDR2, Radio-Bochum und Radio-Essen, die diese Songs bereits mehrmals vor dem Release des Albums ins Programm aufnahm.

Mit dem Song "Hitchhike" wird klar, wieso sich die vier Bandmitglieder auch mit einem Fuß im Rock zu Hause fühlen. Bass und Gitarre spielen ein eingängiges Riff, worauf Stefans raue Stimme einsetzt. Geige und Klavier runden diesen Mix melodisch ab. Im Intro hört man ein altes Autoradio und eine befahrene Straße mit Regen und Donner. Es wird metaphorisch die Geschichte eines trampenden Mädchens erzählt.

Mit "Riverside" hören wir sicherlich den düstersten Song des Albums, wobei es um die unkontrollierten Seiten der Liebe (als Fluss) geht. Die Melodie wird hier anfangs vom Bass gespielt und auch der zweistimmige Gesang, setzt eher tieftönig und sphärisch ein. In späteren Verlauf setzt auch Eva mit ihrer Stimme ein und bringt eine gesunde Portion Melancholie in das Lied. Die Instrumentierung bleibt hier eher simpel, da "Riverside" definitiv durch das Spiel der Stimmen lebt.


Mit dem nächsten Song lassen wir hier die Melancholie hinter uns. "Devil of yours" hört sich nach Schunkeln im Irish-Pub mit einem Whiskey in der Hand an. Instrumental lebt das Lied vom Wechselspiel mit der Mandoline und der Geige. Auch Stefans rauchige Stimme brilliert in diesem Song und wird durch Evas eher sanfte Zweit-Stimme harmonisch ergänzt.

Musikalisch ist "Bound in Pain" danach um einiges komplexer. Es gibt's nicht nur abwechselnde Dynamiken, sondern auch Taktwechsel und aufwändiges Geigenspiel. Der Song ist definitiv aufregend und lebt von seiner Rhythmik. Gänsehaut ist durch den dramatischen Aufbau quasi vorprogrammiert!

"Like a Treasure" ist der Schmusesong des Albums. Der Text ist weniger metaphorisch, dafür sehr romantisch. Hier wird wieder stark mit mehrstimmigen Harmonien im Gesang gespielt. Bass und Gitarre begleiten die Stimmen souverän. Akzente werden durch das dezente Glockenspiel gesetzt. Einfach nur schön.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir ein Album geliefert bekommen, was sehr abwechslungsreich ist. Die Band spielt mit Up- & Down-Tempo, mit Rhytmen, mit ihren Stimmen und vor allem mit wechselnder Instrumentierung. Dabei verlieren sie jedoch nicht an Bodenhaftung in ihren Songs und laufen dadurch nicht in die sog. "Überproduktion". Dieses Album macht Spaß, ist lustig, traurig, romantisch und dramatisch zugleich. Ebenso wie das Leben so spielt, von dem diese Band mit Ihrem Debütalbum erzählt.
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