Tusks

Avalanche

Es passt ins Bild, dass “Avalanche”, das neue Album der Songwriterin und Produzentin Emily Underhill, gefüllt ist, mit aufmunternden, motivierenden Zeilen über Selbsterkenntis und das Überwinden von Hindernissen.

Album Cover

Erscheinungsdatum: 14.06.2019

War doch der Weg zu diesem Album ziemlich steinig für die Londonerin, die ihren fesselnden, atmosphärischen Indie-Electronica-Mix unter dem Künstlernamen Tusks veröffentlicht.

Nachdem sie sich bei einem Unfall den Ellenbogen gebrochen hatte, hieß es im Januar 2018, dass Tusks möglicherweise nie wieder Gitarre spielen könne. Der Gedanke, nie wieder ihr Instrument spielen zu können und das, wenige Monate nach dem ihr Debütalbum “Dissolve” international viel Lob bekommen hatte, war knallhart. Ihre Karriere, die gerade angefangen hatte aufzublühen, sah sich nun einem seismischen Schock ausgesetzt. “Ich war verzweifelt und super aufgebracht”, erinnert sich Emily. “Mein Ellenbogen war komplett zertrümmert und ich musste mich aufgrund von Nervenschäden darauf vorbereiten, nie wieder meine Finger bewegen zu können.” 12 Monate und zwei Operationen später erscheint “Avalanche” – ein Album, von dem sie nicht erwartet hätte, dass es jemals erscheint.

Ein cinematisches, mitteilungsbedürftiges Album, auf dem sich Tusks lyrisch wie auch musikalisch in neue Tiefen vorwagt und über eisigen Synths und hallenden Gitarren Themen wie mentale Gesundheit und Sexismus anspricht.

Ein solcher Song ist die erste Single “Peachy Keen”. “Das ist eine sarkastische Antwort auf Sexismus, die ich schrieb, als ich davon hörte, dass ein Abgeordneter kürzlich gegen das Verbot von Upskirting, also das voyeuristische Fotografieren unter dem Rock einer Frau, gestimmt hat. Das Abstimmungsverhalten dieses Parlamentariers ist so lächerlich. Er stimmt gegen alles, was die Macht von weißen Männern aus der Mittelschicht bedroht. Ich wollte damit Fragen wie man eigentlich glücklich sein kann, wenn man so ein Arschloch ist?”
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