NEWS vom 21.06.2014 | dasFachblatt.de

DFB glaubt an Fussballgott - von Fettes Brot

The Bundesliga is vorbei, und in Brasilien ist WM. Vormals vernünftige Menschen wittern überall schicksalhafte Schiri-Verschwörungen, Rasierschaum wird drastisch umgewidmet, und für die Skeptiker riecht es leicht komisch nach Vaterland, oder Mafia. Nun sind Fettes Brot keine Vertreter des schwarz-rot-gelben Gemeinsinns. Ausser ihre braun-weiss-rote Fahne in der „Süßen Ecke“ vom St. Pauli-Stadion zu schwenken, und die Jolly Roger-Knochen für ihre "Schwule Mädchen"-Bewegung zu kapern, kennt man von denen keine Äußerungen, die mehr als eine Mikro-Nation andeuten.

DFB glaubt an Fussballgott  - von Fettes Brot
Wer heute Post vom DFB zu lesen bekam, lernt: manche mögen diesen Titel im dortigen Frankfurter HQ und in einem Spielerhotel in Bahia so gern, dass bei Fettes Brot das Telefon klingelte: man hätte den gern als offiziellen Fan-Song. Die 3 liessen sich nach Bedenkzeit dann nicht lumpen, denn sie rufen für ihre Hymne eine Instanz an, zu der tatsächlich ALLE beten - die „Müllers" und die „Pepes“: the Fussballgott - eine Macht, die man esoterisch auf der eigenen Seite wähnt, und die nach Fettes Brot-Dafürhalten herzhaft nach Banane riecht.
Zum Hintergrund:
Fettes Brot hatte sich schon vor Wochen entschieden, dem Launischen zu Ehren einen Big Beat Gospel Raver (das 90er Jahre Revival beginnt hier!) rauszuhauen, der ALLE Ledergläubigen anpiekst und auch vor einheimischen Heiligtümern keinen halt macht. In ihrer Hall of Fame bekommen Menschen Sterne, die gar nicht Fussball spielen (Ina Müller - geiler, ‚dummer' Reim auf Thomas und Gerd Müller!), die mit Wasser sparen (ein 74er DDR-Hero!) und die Haare schön haben, wie die Jugend von heute („Özil, Schürle, Götze, Reus - Backsteet Boys!“). Dass die Sache 3 - 5 Haken hat, die sich direkt im Gehörgang verheddern, kennt man von König Boris, Dokter Renz und Björn Beton ja seit ihren Beiträgen „Jein“, „Emanuela“ oder „Bettina“ nicht anders. Und da schon der Titel ihres aktuellen Albums „3 is ne Party“ eine Leihgabe von Pop-Vater Andy Warhol ist, bekommt der Bananen-Mund auf dem Cover noch eine 2. Link-Ebene - neben dem Hinweis auf den jüngsten punk move von Dani Alves zitiert er Warhols Album-Cover für The Velvet Underground.
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