NEWS vom 13.10.2014 | dasFachblatt.de

Eine untadelige Erscheinung, tolle Songs und eine Wahnsinns-Stimme

Ihr Vorname hat drei Buchstaben. Was dann kommt ist genauso sexy wie Meyer, Hansen oder Schmidt. Ina Müller kommt aus einer Gegend, wo wir alle herkommen könnten. Aus den Untiefen der norddeutschen Pampa. Sie ist die Frau, der man bei der Begrüßung gerne rustikal auf die Schulter klopft, um sich ihr dann sofort zu offenbaren. Nähe herzustellen, gelingt ihr immer. Mit den kulturschaffenden, Musikern und schrägen Vögeln bei "Inas-Nacht" in der Kneipe am Hamburger Fischmarkt. Ebenso entspannt, wortwitzig und politisch unkorrekt erobert sie aber auch jeden der Zig-Tausenden in den großen Hallen.

Eine untadelige Erscheinung, tolle Songs und eine Wahnsinns-Stimme
Ina Müller durchbricht die imaginäre gläserne Wand zum Zuschauerraum, holt jeden einzelnen gleich mit dem ersten Geplänkel zu sich ins Boot. Auf Tuchfühlung. Egal wie groß die Halle ist. Ganz nah ran. Und da will man für den Rest des Abends auch nicht wieder weg.
So als wäre man mit einer guten Freundin mal eben auf einem Segeltörn für zwischendurch. Ein Abstecher in die pralle Müllerinnenwelt, die lehrt, dass das Leben mit Wanderfett, einer schielenden Kindheit im Laufstall, Hitzewallungen und einem Liebsten, der sich beim nächtlichen Mückenfang profiliert, genau das Leben ist, was es zu feiern gilt. Den Irrsinn des Alltäglichen zu zelebrieren, ist eine Botschaft, in der sich jeder im Publikum wiederfinden kann und - ungeachtet von Alter, Herkunft und Geschlecht - pudelwohl fühlt.

Auf der Tour zum Album "48" im Frühjahr und Herbst 2014 segelte die Kapiteuse Ina mit ihrer Crew noch eine Spur härter am Wind als je zuvor in ihrer 20-jährigen Karriere als Kabarettistin, Moderatorin, Autorin und Sängerin. Mit einer Stimme, die mit 48 so prall, facettenreich und berührend ist wie nie zuvor. Mit fünf erstklassigen Musikern, die leidenschaftlich ihrer Arbeit nachgehen, dann und wann auch durch charmantes Eigenleben punkten, ohne aber je der Protagonistin die Show zu stehlen. Mit zwei Backroundsängerinnen, die ihrer Chefin zwar auf den Kopf spucken könnten, das aber niemals tun würden. Ganz im Gegenteil: Die beiden Frauen setzen stimmlich Akzente und erfreuen das Auge mit dezenten Choreographien. Die Dramaturgie des Müllerschen Song-Repertoires aus langsam und schnell, alt und neu, witzig, klug und nachdenklich ist meisterlich.
48 - LIVEAlbum erhältlich bei

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