NEWS vom 23.02.2014 | dasFachblatt.de

Georg auf Lieder veröffentlicht Möwen Video

Warum immer gleich übertreiben? Pop braucht keine Monster-Inszenierung, kein Make-up, keinen Masterplan. Das beweist Georg auf Lieder. Hinter seinen Songs stecken wahre Worte, Witz, Gefühle, Unsicherheiten und die mal mehr und mal weniger gefräßigen Dämonen des Lebens.

Georg auf Lieder veröffentlicht Möwen Video
Entdeckt wurde sein Talent auf der Straße: Zwei Jahre lang stand der heute 25-jährige Hamburger auf dem Alexanderplatz in Berlin mit seiner Gitarre. Und wurde zum Sprachrohr des Platzes. Zum einen ist er Freund der Obdachlosen geworden, die hoffnungsvoll Wort für Wort mitsingen, zum anderen wurde er zum Ruhepol der Hektiker, der Geschäftsleute, die Dank ihm auch mal kurz inne halten, um dem großen Mann mit dem großen Herzen zuzuhören.

"Ich fühle mich die meiste Zeit meines Lebens wie ein Elefant im Porzellanladen, und das mache ich zum Thema. Ich glaube, es ist sehr naiv, was ich mache. Bei den Texten schreibe ich einfach Gefühle runter, das ist nicht hochkomplex, sondern eine einfache Sprache." Georg auf Lieder beschreibt sich als ganz einfachen Typen, der glücklich ist, wenn er Musik machen kann und das Geld für die Miete zusammen ist. "Die Straßenmusik hat mich selbstbewusster gemacht – und auch dankbar. Man schätzt das Leben viel mehr. Jedes Gemecker ist hier doch auf hohem Niveau. Solange mein Wasserhahn läuft und ich mir die Zähne putzen kann, geht es mir doch gut."

Um Georg auf Lieder zu verstehen, bedarf es einer Reise in die Vergangenheit. "Wenn ich an meine frühesten Kindheitserfahrungen mit Musik denke, dann sehe ich meine Mutter, wie sie beim Staubsaugen spanische Musik singt. Bei uns lief den ganzen Tag diese romantische Latino-Musik." Als er 2001 nach Bolivien zu seinen Verwandten reist, verliebt er sich in andere Saiten des Lebens: Er entdeckt eine Gitarre, und sein Onkel lehrt ihn drei Akkorde, die er dann den ganzen Sommer über anschlägt. Zurück in Deutschland bringt er sich die restlichen Akkorde selbst bei und wird Gitarrist einer aufstrebenden Punk-Rock-Band. Für die Karriere und den winkenden Plattenvertrag bricht er die Schule mit siebzehn ab. Kurz vor dem Durchbruch löst sich die Band auf und Georg beschließt, sich aus seinem Loch der Abhängigkeit zu ziehen, indem er sich einfach das Singen auch noch beibringt. "Weil ich so ein extremer Dickkopf bin, sind meine Stärken gleichzeitig meine Schwächen. Ich bin eben extrem fokussiert, ich beiße mich fest und bleibe solange dran, bis ich es geschafft habe."

Trotz Plattenvertrags bei Universal gibt er sich bescheiden und beschreibt sich nicht als großen Sänger. Und genau das macht ihn aus. Es gibt eben Sänger, die reden darüber, dass sie singen können, und Sänger, die singen einfach…

Georg auf Lieder spielt support auf der Rea Garvey Tour an folgenden Terminen

21.03.14 Köln – Gloria
24.03.14 Zürich – Kaufleuten
25.03.14 München – Freizeithalle
26.03.14 Wien – Arena
30.03.14 Leipzig – Anker
01.04.14 Hamburg – Mojo
02.04.14 Berlin – Heimathafen
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