NEWS vom 30.12.2016 | dasFachblatt.de

George Benson kommt im Juli für Exklusiv Show nach München

Mit seiner stilistisch vielseitigen Musik gelingt dem Ausnahme-Gitarristen und Sänger das seltene Kunststück, sowohl Fans von Pop, Funk, Rhythm'n'Blues und Soul, als auch Jazz-Freunde für sich zu begeistern. Am 11. Juli kommt der zehnfache Grammy-Gewinner mit einem hochkarätig besetzten Sextett für ein einziges Konzert nach Deutschland.

George Benson kommt im Juli für Exklusiv Show nach München
George Benson, der 1943 in Pittsburgh geboren wurde und zwanzig Jahre später nach New York zog, wurde von seinem Stiefvater auf der Ukulele unterrichtet. Als Achtjähriger griff er zur Gitarre und entwickelte, beeinflusst von seinem Vorbild Wes Montgomery, einen eigenen Stil. 1964 stieg Benson beim Quartett des Organisten/Pianisten Brother Jack McDuff ein und legte fünf Jahre später mit dem Album "Shape of Things to Come" den Grundstein zu seiner Solo-Karriere.

Plattenaufnahmen unter anderem mit Miles Davis sowie Herbie Hancock begründeten Bensons Ruf als virtuoser Instrumentalist. "Seine früheren Aufnahmen", steht im Jazz-Lexikon, "zeichnen sich durch Ökonomie des direkten melodischen Ausdrucks, Bluesgefühl und hohe rhythmische Intensität aus". Saitenkünstler John Scofield urteilte über Benson und dessen mit weichen Akkordpassagen aufgelockertes Single-Note-Spiel: "Er kann swingen und wirklich kochend spielen." Es sollte jedoch meist streicherverpackter Disco-Funk oder softer Popsoul sein, die seinen Weltruhm begründeten und ihn zum Superstar machten. Mit Charts-Knüllern wie "This Masquerade", "Turn Your Love Around" und "Inside Love" liefert "GB" seit 1976 perfekte Kommerzware mit Hit-Garantie. Auch wenn Jazz-Puristen George Benson deshalb des Öfteren Ausverkauf vorwarfen, konnte er sie stets durch außergewöhnliche Produktionen in ihrem Genre - wie "Tenderly" oder dem Count-Basie-Tribut "Big Boss Band" - versöhnen und sich auf diese Weise als einer der ersten Crossover-Künstler etablieren.

Wenn George Benson mit seinem von Keyboarder David Garfield geleiteten Quintett auftritt, dann stehen neben seinen Hits nach wie vor diverse Instrumentals auf dem Programm. "Im Gegensatz zu Nat King Cole, der sein Pianospiel zugunsten des Gesangs vernachlässigt hat, würde ich dergleichen nie tun", betont Benson. "Es freut mich zwar, dass dem Publikum meine Vocal-Arbeit gefällt, doch in erster Linie bin ich ein Gitarrist. Ich habe den Großteil meines Lebens dem Beherrschen dieses Instrumentes gewidmet und meine diesbezüglichen Ideen kultiviert. Angesichts des enormen positiven Echos, das ich weltweit dafür bekomme habe, werde ich diese Seite meines Könnens also sicher nicht zugunsten von etwas anderem vernachlässigen. Denn dann könnte es vielleicht so monoton werden wie in einem klassischen Konzert!" Dass Besucher seiner Shows Gesang sogar in unterschiedlichen Varianten genießen können, liegt, so Stevie Wonder, an seiner ganz besonderen Kunstfertigkeit: "Benson gehört zu den seltenen Musikern, die ihr Instrument singen lassen können, als wäre es eine Stimme."

Eintrittskarten zu dieser Exklusiv-Show in München gibt es in sieben Preiskategorien von € 40.-- bis € 100.-- (zzgl. Gebühren). Die Tickets sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.