NEWS vom 03.05.2018 | dasFachblatt.de

MIK - Neue Zeiten, Neue Wege, Neue Räume

MIK Tanczos, als Sänger, Songschreiber, Multiinstrumentalist, Produzent, Betreiber seines Plattenlabels sowie langjähriger Leader der Band Zeronic einer von Österreichs versiertesten Pop- und Rock-Künstlern, rockt 2018 solo in die Zukunft: Am 01. Juni 2018 veröffentlicht MIK sein erstes Soloalbum New Room in Deutschland. Nach fünfzehn spannenden Jahren mit seiner Band Zeronic, deren Sänger, Songschreiber und musikalisches Mastermind MIK war, sei es für ihn nun aber an der Zeit, sich eine neue, „frische künstlerische Perspektive für die nächsten fünfzehn Jahre zu schaffen.“

MIK - Neue Zeiten, Neue Wege, Neue Räume
Zwischen 2001 und 2012 veröffentlichte MIK mit Zeronic insgesamt vier Alben und eine Reihe von packenden Singles, die es verdient hätten, auch heute noch rund um die Welt aus den Radios zu tönen. Was übrigens auch auf die brillant funkelnden, neuen Songs von New Room zutrifft. Nicht umsonst war MIK schon zweimal mit Zeronic in der Kategorie „FM4 Alternative Act“ nominiert und konzertierte mit der Band live auf jedem großen österreichischen Rock- und Pop-Festival, vom „Frequency“ und „Nova Rock“ bis zum „Forestglade“ sowie wohl auch in so ziemlich jedem österreichischen Club von Rang und Namen.

Mit ihrem vierten und letzten Album Grandezza setzten MIK und Zeronic 2012 einen mehr als würdigen Schlusspunkt ihrer langen Karriere. Ein prachtvolles Pop-Meisterwerk, mit dem sich MIK einmal mehr als einer der besten Pop- und Rock-Feinschmiede Österreichs bewies, der mit seinem Können definitiv auch international keinen Vergleich zu scheuen braucht.

Es passt also perfekt, dass MIK mit Zeronic selbst das kritische Publikum in prestigeträchtigen Londoner Indie-Clubs wie „Madame Jojo’s“ oder „Dublin Castle“ begeistern konnte, und die Band eines ihrer letzten Konzerte im ausverkauften Wiener Gasometer ausgerechnet vor der britischen Kult-Pop-Combo New Order spielte.

Anschließend baute MIK sein Tonstudio und Musiklabel weiter auf, die er als „Räume für neue Ideen und kommende Produktionen“ sieht. Und er fing an, die Songs für sein erstes Soloalbum New Room zu schreiben und aufzunehmen. Mit dem Ziel, „dass der Sound und die Wirkung des Albums intensiv, in sich geschlossen und möglichst zeitlos wird.“ Ihm sei schon klar, dass dies ein Widerspruch zum aktuell gängigen Pop-Modell sei, sagt MIK, „aber ich werde immer die Art von Musik machen, die ich auch selbst hören möchte.“

So hört man naturgemäß auch auf MIKs erstem Soloalbum sein eigenes, unverwechselbares, sich an keinerlei aktuelle Trends anbiederndes Independent Rock-Modell, wenn man so will. Und sein Modell hat nicht nur internationales Format, es hört sich auch noch superfantastisch an.

Aufgenommen und produziert wurden die elf neuen Songs auf New Room von MIK in den Räumen seines eigenen Studios mit MIK als Sänger und Multiinstrumentalisten (Gitarren, Bass, Drums, Piano und Synthesizer) sowie zum Teil mit den kollaborierenden Musikern Georg Prenner (zusätzliche Gitarren, Backing Vocals), Sasha Saedi (Bass, Backing Vocals), Reinhard Schwarzinger (Drums) und Julia Prötsch (Backing Vocals).

Weil gute, geglückte Pop- und Rockmusik über persönliche, private Befindlichkeiten und das obligate Liebesgesäusel hinaus imstande ist, den sogenannten Zeitgeist, die aktuelle Stimmungslage und den Zustand der Welt, in der sie entsteht, aufzusaugen, ohne darüber explizit zu berichten, reflektiert auch New Room eindrucksvoll die Zeit des Umbruchs in der Welt, in der wir heute leben. Die Sänger-Ichs und Protagonisten in praktisch allen elf Songs von New Room bewegen sich in prekären Situationen und versuchen, sich in ihrem Leben neu zu verorten. Daher dürfen Songs wie „A Sign of Peace“, „Parade“ und andere mehr nicht bloß als Beziehungsdramen, sondern auch gesellschaftlich und politisch gedeutet werden.

„Tell me, where, where did it all go wrong?” wird in „Where did it all go wrong” gefragt. In “Diamonds” geht es auch um die beste Art, „to survive in these times“. Und in „Moon“ sehnt sich der Protagonist nach „a healing of a different kind”. In „Adore” schließlich singt der Sänger, „I thank you for saving my soul.” Es darf also noch weiter gehofft werden. Bis man irgendwann den Weg alles Irdischen geht („Disappear“) und ins Unbekannte aufbricht: „I will see you in my dreams“.

Doch im hier und jetzt vermag New Room, das erste Soloalbum von MIK, mit seinen herrlichen Songs seelenschmerzlindernd und lebensverbessernd zu wirken, was auch der große Paul Weller zu schätzen weiß, der ihn im Rahmen der aktuellen „A kind revolut ion“ Tour als Special Guest seiner Österreich Termine einlud.
New RoomAlbum erhältlich bei

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