Mr. Irish Bastard – The Desire For Revenge Tour Part II

Am Ende des Tages, wenn die Club- oder Saalbeleuchtungen erlöschen und die acht Energetischen von Mr. Irish Bastard ihre ersten Takte von der Bühne wuchten, geht es immer um Liebe. Die große Macht, die im ständigen Wechsel zwischen Euphorie und Melancholie begriffen ist, lässt Mr. Irish Bastard vagabundieren, spielen, leben, feiern und teilen. Die Irish-Folk-Band, die auch ausgewiesene Punkrock-Fans mühelos zum Coolfinden ihrer Musik einlädt, ist alles, was sie sein soll: Dynamisch, verbindlich, herzlich, humorbegabt, schnell, laut und am Ende garantiert genauso transpiriert wie wir staunenden Zuschauer.

Mr. Irish Bastard – The Desire For Revenge Tour Part II
Nachdem die Truppe im Sommer kreuz und quer durch Europa gereist war und Festival-Gelände beben ließ, steht ab Mitte/Ende Oktober der zweite Teil ihrer erfolgreichen „The Desire For Revenge“-Tour auf dem Reiseplan. Die Songs des noch immer frischen, Anfang des Jahres erschienen und gecharteten, gleichnamigen Albums, klingen jetzt, ein paar Monate später, nochmal kraftvoller. Nach dem Live-Test ist schließlich immer vor dem Live-Favorit! Aber auch Songs aus dem wohlbekannten Repertoire der Band lassen sich in diesem Herbst neu genießen. Um eine Geige erweitert, prescht das Instrumentarium noch intensiver, weil irischer in Körper und Geist vor.

Apropos „irischer“. Was Mr. Irish Bastard von den vielen anderen, auch guten Irish-Folk-Bands unterscheidet, ist das irische Blut, das in den Adern des Sängers Mr. Irish Bastard pulsiert. Seine Wurzeln liegen im konfliktbeladenen Norden der Insel, einer Gegend, in der viel Leid gestreut wurde, das sich im dortigen Lebensgefühl und damit auch im kulturellen Ausdruck manifestiert. Griffiger ausgedrückt bedeutet das: Alles bedingt alles andere in der Musik von Mr. Irish Bastard. Hinter jedem greifbaren Glücksgefühl verbirgt sich immer auch Tiefe, die melancholische Vorahnung, dass jedes Glück zerbrechlich ist.

Glück ist für die Acht natürlich zum einen die Musik. Zum anderen aber ist Freundschaft eine immer mitschwingende Konstante im Selbstverständnis und in der Live-Präsentation von Mr. Irish Bastard. Niemand wird ausgeschlossen, erst recht niemand im Publikum. Jeder ist eingeladen, ein Freund der Band zu werden. Und diese Freundschaft wird von den vier Gründungsmitgliedern mit Verbindlichkeit gelebt. Der Zeitgeist gibt mit seinen digitalen Dating-Auswüchsen zwar etwas anderes vor, aber Mr. Irish Bastard funktioniert nach dem Freundschaftsprinzip. Wort geben, Wort halten.

Damit wäre auch erklärt, warum neben den Gründungsmitgliedern oft andere, wechselnde Musiker auftauchen. Mr. Irish Bastard ist eine Band, aber auch ein gewachsener Organismus, der sich am Vektor Verbindung und Freundschaft orientiert. Wer einmal dabei war, wird immer wieder dabei sein können. Und wer will nicht immer wieder dabei sein, wenn die Band, die mit der augenzwinkernden Unterzeile „Drinking & Wenching“ (Trinken und Rumhuren) für sich wirbt, zur Irish-Folk-Party einlädt? Öffnet die Herzen und Seelen, die Guinness-Flaschen und Poren sowieso, wenn Mr. Irish Bastard zwischen Oktober und Dezember in 13 ausgewählten deutschen Städten mit Charme, Liebe und irischer Musikerzählkunst den schnell getakteten Marsch blasen werden!
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