NEWS vom 07.01.2016 | dasFachblatt.de

Supersonic Blues Machine - für alle Liebhaber des Blues und Rock’n Roll

Was mehr oder weniger zufällig entsteht, kann sich zu einer ziemlich großen Sache entwickeln. Vor allem dann, wenn Brüder im Geiste eine gute Idee gemeinsam mit möglichst vielen Gleichgesinnten in die Tat umsetzen. So geschehen bei „West of Flushing, South of Frisco“, dem Debüt der Supersonic Blues Machine – eines Bandprojektes, auf das der Begriff Allstar Group so gut passt, wie wohl kaum irgendwo zuvor.

Supersonic Blues Machine - für alle Liebhaber des Blues und Rock’n Roll
Entstanden ist dieses Album allerdings nicht in Überschallgeschwindigkeit, wie sein Name suggeriert. Ganz im Gegenteil: Es hat Jahre in Anspruch genommen, und das hat sich gelohnt – doch eines nach dem anderen.

Alles kam ins Rollen, als der texanische Sänger, Songwriter und Bluesrock-Gitarrist Lance Lopez 2012 nach Los Angeles ging, um dort mit Produzent Fabrizio Grossi (u. a. Steve Vai, Joe Bonamassa, Billy Gibbons, Leslie West, Zakk Wylde, Alice Cooper, Slash), der auch Bass spielt, an neuem Material zu arbeiten. Die beiden lagen auf einer Wellenlänge und kamen überein, gemeinsam mehr als zunächst geplant auf die Beine zu stellen. Im Hinterkopf hatten sie eine Platte, die so entstehen sollte, wie es einst bei The Who oder den Rolling Stones geschah: "Die holten sich alle ihre Freunde mit an Bord, um zu sehen was sich daraus entwickelt", sagt Fabrizio Grossi. "Das fand ich immer cool, so wollten wir es auch machen - einen Schmelztiegel für die Talente von Meistern ihres Faches schaffen, aus dem etwas organisches Neues erwächst."

Mit von der Partie war zunächst der renommierte Schlagzeuger Kenny Arnoff, der in den 1980er-Jahren zu John Mellencamps Band gehörte und später im Studio für Iggy Pop, Bob Dylan, Bob Seger, Elton John und Glen Frey arbeitete sowie live unter anderem mit den Smashing Pumpkins, Bob Seger und Joe Cocker spielte. Hinzu kam Grossis langjähriger Freund und Koproduzent Serge Simic, der maßgeblichen Anteil am Songwriting für "West of Flushing, South of Frisco" hat.

Vor allem Fabrizio Grossis enormes Netzwerk sorgte dafür, dass sich das Ganze mit der Zeit herumsprach und Stück für Stück wuchs. So ist mit Billy Gibbons, Walter Trout, Warren Haynes, Robben Ford, Eric Gales und Chris Duarte auf "West of Flushing, South of Frisco" nun eine repräsentative Auswahl all jener zu hören, die im zeitgenössischen Bluesrock Rang und Namen haben. Von ZZ Tops Billy Gibbons stammt der trotz seines feuchtfröhlichen Titels knochentrockene Desert Rocker "Running Whiskey", der auch seiner Stammband wunderbar gestanden hätte. Gemeinsam mit Warren Haynes (Gov't Mule, ex-Allman Brothers Band) entstand der relaxte Americana-Schmeichler "Remedy". Auf "That's My Way" setzt sich Chris Duarte mit funkensprühenden Stratocaster-Licks in Szene. Das zu klassischem Hardrock à la Deep Purples "Stormbringer" tendierende düstere "Nightmares and Dreams" bietet Eric Gales Gitarrenspiel eine tolle Bühne. Der von schwerer Krankheit genesene Walter Trout drückt "Can't Take it No More" seinen Stempel auf. Und das von Blues- und Fusiongitarrist Robben Ford melodisch veredelte, getragene "Let's Call It A Day" lässt das Album beinahe schon ausklingen, bevor das Kerntrio aus Lopez, Grossi und Arnoff mit "Watchagonnado"ein letztes Mal gehörig Gas gibt, wie zuvor bereits auf "I Ain't Fallin' Again" oder dem furious dargebotenen Stomper "Bone Bucket Blues".
Meistgelesen18.07.
01

Konzerttermine

Fantasy

02

Konzerttermine

Flo Mega

03

Konzerttermine

Söhne Mannheims